Ernährungssouveränität

Initiative Ernährungssouveränität II

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Der Bundesrat lehnt in seiner Botschaft vom 22. Juni 2016 die Initiative «Für Ernährungssouveränität – Landwirtschaft betrifft uns alle» ab.

Der Bundesrat opfert die Landwirtschaft und die gesunde Ernährung seiner neoliberalen Ideologie. Auf der Strecke bleiben der Schutz der Umwelt, die Einführung von fairen Handelsbedingungen und die Förderung einer lokalen nachhaltigen Produktion. Es werden unsinnigen Transporten, Billigimporten der Agroindustrie und der Konkurrenz in der Landwirtschaft Tür und Tor geöffnet.

 Gerade deshalb ist es wichtig, jetzt die Weichen für eine souveräne Landwirtschaftspolitik in der Schweiz zu stellen. Viele Punkte der Initiative werden inzwischen breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Dies zeigt, dass die Initiative auf wichtige Anliegen aus der Bevölkerung eingeht.

Unsere Initiative verlangt eine Mengensteuerung, um die Überproduktion gerade im Milchsektor zu verhindern. Die Initiative fordert die Sicherstellung sowie Versorgung der Bevölkerung mit überwiegend einheimischen Lebensmitteln. Das bedingt eine Ausrichtung der Produktion auf die konkreten Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Förderung des direkten Handels zwischen Bäuerinnen und Bauern und KonsumentInnen ist hierbei zentral. Beispielhaft dafür sind die über 50 Vertragslandwirtschaftsprojekte in der Schweiz oder die tausenden von Bäuerinnen und Bauern die Direktvermarktung betreiben und damit die Zwischenhändler umgehen.

Ein gerechter Preis für sämtliche Produktionsstufen und Branchen ist unabdingbar nur dadurch können die Abhängigkeiten von Direktzahlungen, Verarbeitern und Grossverteilern aufgelöst werden. Der heutige Preisdruck bedroht viele Betriebe existenziell. Das Beispiel Milch zeigt es deutlich: Im Jahr 1992 waren es Fr. 1.85 pro Liter – heute sind es zwischen Fr. 1.50 bis Fr. 1.70 für die KonsumentInnen. Für die MilchproduzentInnen hingegen sank der Preis in dieser Zeitspanne von 1.05 auf 50Rp. pro Liter. Drei Höfe schliessen ihre Tore täglich. Einen GAV mit fairen Löhnen für die rund 160'000 Beschäftigen in der Landwirtschaft ist notwendig um den grassierenden Dumpinglöhnen entgegenzuwirken.

Der Freihandelskurs des Bundesrates verschärft die Situation zusätzlich. Der Bundesrat führt aktuell wichtige Verhandlungen mit der EU und den USA (TTIP, TISA, u.a.). Der Freihandel mit Agrargütern wird von vielen ExpertInnen mittlerweile in Frage gestellt. Deutlich unterstreicht dies der Weltagrarbericht (2008), der von den Vereinten Nationen und der Weltbank in Auftrag gegeben wurde.

Mit der Aussage des Bundesrates mit einem Ja würden die Errungenschaften der Agrarreform der letzten 25 Jahre in Frage gestellt sowie Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der

Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft geschwächt, unterstreicht er seinen Unwillen die alarmierende Situation anzuerkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen.

 

 

Die Initiative für Ernährungssouveränität , die Landwirtschaft betrifft uns alle ist zustandegekommen !!! Ein grosses Bravo an alle welche daran teingenommen haben ! Sie ist am 30. März bei der Bundeskanzlei in Berne eingereicht worden ! Für mehr Infos klicken Sie hier ! Der Kampf geht weiter bei den Parlamentsdebatten und bei der Abstimmung in den nächsten Jahren !

Pressemappe !

Die Pressemitteilung nach Bestätigung durch die Bundeskanzlei am 27. April 2016 : icon PM 27.04.2016

icon 1. Mai 2017 

 

Initiative Ernährungssouveränität I

Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft uns alle

Uniterre lanciert seine Initiative "Für Ernährungssouveränität"

Wir sind für Ernährungssouveränität

Wir sind für Ernährungssouveränität, weil wir alle bei Ernährungsfragen mitreden wollen.

Uniterre hat die Initiative zur Ernährungssouveränität in die öffentliche Debatte eingebracht, damit wir uns bei diesen wichtigen Fragen rund um unsere Ernährung und Landwirtschaft am politischen Entscheidungsprozess beteiligen können.

Wir wollen verantwortungsvoll und solidarisch auf die grossen Herausforderungen reagieren können und mit einer Ergänzung in der Verfassung erreichen, dass die Sorgen und Forderungen der Bevölkerung ernst genommen werden.

Wir wollen wissen, woher unser Essen kommt, wie es hergestellt wurde. Wir wollen eine bäuerliche lokale Landwirtschaft bevorzugen und eine vielfältige und GVO-freie Landwirtschaft erhalten. Wir wollen nicht auf Kosten von anderen Regionen und deren Bevölkerung leben und deshalb richten wir unsere Aufmerksamkeit auch auf die Nahrungsmittelimporte und –Exporte und auf die Exportsubventionen. Der Weltagrarbericht bringt es mit dem Satz „Weiter wie bisher ist keine Option“ auf den Punkt. Wir müssen die Fahrtrichtung ändern und umfassend umdenken, in vielerlei Hinsicht. Es geht um Wasser, Boden und Saatgut, es geht um ethische, moralische und soziale Werte, es geht um Handelsrechte, es geht um Gesetze und Normen und Transparenz– es geht um sehr viel!

Unsere Initiative kann nicht alle Probleme lösen, aber sie bietet die einzigartige Möglichkeit unsere Politik zu einem radikalen Wandel aufzufordern und dies mit unserer aktiven Einmischung. 

 

Es lebe die Ernährungssouveränität

201-une.jpgUNITERRE präzisiert den Begriff der "Ernährungssouveränität" ! Zeitschrift solidaritéS no 201 des 13. Januars 2012

Für mehr Informationen zu Ernährungssouveränität : UNITERRE (Nationale Plattform, Nyeleni 2011 etc.)

 

 

 

Die Ernährungssouveränität

La déclaration finale du Forum des mouvements sociaux en parallèle au sommet de la FAO sur la sécurité alimentaire du 13 au 17 novembre 2009 à Rome :

icon Déclaration finale 13 au 17 novembre 2009

 

Le Forum suisse pour la souveraineté alimentaire a eu lieu à Berne avec plus de 200 participant-e-s de tous bords :
icon programme 3 novembre 2009
icon Programm 3.November

Le concept de souveraineté alimentaire a été conçu et défini en 1996 par La Via Campesina

"La souveraineté alimentaire désigne le DROIT d’une population, d’une région ou d’un pays à définir leur politique agricole et alimentaire, sans dumping de prix vis-à-vis de pays tiers.La souveraineté alimentaire inclut :La priorité donnée à la production agricole locale pour nourrir la population, l’accès des paysan(ne)s et des sans-terres, à la terre, à l’eau, aux semences et au crédit. D’où la nécessité de réformes agraires, de la lutte contre les OGM pour le libre accès aux semences et de garder l’eau comme un bien public à répartir durablement. Le droit des paysan(ne)s à produire des aliments et le droit des consommateurs à pouvoir décider ce qu’ils veulent consommer et par qui et comment l’aliment est produit. - Le droit des Etats à se protéger des importations agricoles et alimentaires à trop bas prix. Des prix agricoles liés aux coûts de production. C’est possible à condition que les Etats ou les Unions aient le droit de taxer les importations à trop bas prix, et s’engagent pour une production paysanne durable et maîtrisent la production sur le marché intérieur pour éviter des excédents structurels. La participation des populations aux choix des politiques agricoles La reconnaissance des droits des paysannes, qui jouent un rôle majeur dans la production agricole et l’alimentation."

icon Pétition pour l'assemblée constituante genevoise de juin 2009

icon Rapport de la co-présidente Anne-Catherine Menétrey 2009

icon Ernährungsouveränität Thomas Gröbly

icon La souveraineté alimentaire à l'ONU

icon souvraineté alimentaire FRC janvier 2008

 

 

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